Zusatzversicherungen: Patienten als Geiseln genommen

https://www.rts.ch/info/sante/2026/article/assurances-complementaires-remboursements-refuses-patients-en-colere-29138237.html

Der Konflikt: Zwischen 7 Krankenkassen (einschließlich CSS, Helsana und Sanitas) und Ärzten in Privatkliniken (hauptsächlich in Genf und Waadt) besteht ein Streit.

Das Problem: Die Versicherer weigern sich nun, Rechnungen, die unter die Zusatzversicherung fallen, ganz oder teilweise zu erstatten.

Die Ursachen :

  • Die Versicherer fordern den Beitritt zu einem neuen Tarifmodell (das nach Ansicht der FINMA transparenter ist), um überhöhte Rechnungen zu vermeiden.
  • Die Ärzte weigerten sich zu unterzeichnen und klagten über einen Angriff auf ihre Unabhängigkeit und eine massive Senkung ihrer Tarife (bis zu -40%).

Die Folgen: Hunderte von Patienten sind „in Geiselhaft“ genommen. Sie müssen entweder sehr hohe Rechnungen aus eigener Tasche bezahlen oder dringend den Arzt wechseln, manchmal mitten in einer kritischen Behandlung (wie bei Krebs). Die Genfer Behörden bezeichneten die Situation als „erbärmlich“ und bemühten sich um einen Dialog.

Unsere anderen Nachrichten

11. Juni 2026
WEBINAR | Besser über Osteopathie sprechen – Wissenstransfer in die Praxis
Donnerstag, 25. Juni 2026, von 12:00 bis 13:00 Uhr Die Osteopathie befindet sich in einem tiefgreifenden epistemologischen Wandel. Angesichts der aktuellen klinischen Anforderungen wendet sich der Berufsstand von dogmatischen Vorstellungen und passiven Vorlesungen ab und wendet sich einem Ansatz zu, der auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, klinischer Komplexität und aktiven Kompetenzen basiert.
30. April 2026
Beschränkung der Anamnese bei der Nachsorge: Groupe Mutuel überschreitet eine rote Linie
Seit mehreren Jahren entwickeln sich die Erstattungsbedingungen für Osteopathie unter dem Einfluss zunehmender versicherungstechnischer Zwänge. Nach der Einführung des Tarifs 590 und verschiedenen Einschränkungen wirft ein neuer Antrag der Groupe Mutuel nun eine grundlegende Frage auf: Kann eine qualitativ hochwertige Behandlung noch gewährleistet werden, wenn die Zeit für die Beurteilung bei Folgeuntersuchungen nicht mehr anerkannt wird?